Akteurskonstellation

 

Es gibt viel zu tun im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt. Doch wer ist eigentlich verantwortlich für den Prozess? Wer ist involviert und wie können sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen?

Während die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für die Festlegung des Sanierungs- und Fördergebiets, die Vergabe von Fördermitteln und die Entwicklung von Grundsatzfragen verantwortlich ist, leitet das Bezirksamt Mitte die Vorbereitung und Durchführung aller Maßnahmen im Sanierungsgebiet. Zu den Aufgaben des Stadtentwicklungsamts gehören vor allem die Erteilung von (sanierungsrechtlichen) Genehmigungen, die Steuerung von öffentlichen Maßnahmen und Projekten sowie die Beteiligung der Betroffenen. Bauherr der öffentlichen Maßnahmen im Bereich der Grün- und Verkehrsflächen ist das zuständige Straßen- und Grünflächenamt. Bei umfangreichen Maßnahmen - wie beispielweise der Entwicklung des Spreeuferwegs - kann zusätzlich eine Projektleitung und -steuerung installiert werden. Bei all diesen Tätigkeiten wird das Bezirksamt vom Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement als Gebietsbetreuer unterstützt.

Auch die Anwohnerinnen und Anwohner, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Gewerbetreibenden spielen bei der Vorbereitung und Umsetzung von Maßnahmen im Sanierungsgebiet eine wesentliche Rolle. Als direkt Betroffene verfügen sie über lokale Informationen und Kompetenzen, die für die Steuerungsprozesse von hoher Bedeutung sind. Um das Engagement zu bündeln, ist zu Beginn des Sanierungsverfahrens eine Betroffenenvertretung gewählt worden. Über diese institutionalisierte Form der Bürgerbeteiligung kann im Sanierungszeitraum ein regelmäßiger direkter Austausch zwischen den Betroffenen vor Ort und den am Planungsprozess Beteiligten gewährleistet werden.

Doch auch bereits vor der Festlegung der Nördlichen Luisenstadt als Sanierungsgebiet im Jahr 2011 haben sich die Luisenstädter für ihr Quartier engagiert. So wurde u. a. im Jahr 1991 der Bürgerverein Luisenstadt e.V. gegründet, ein "grenzübergreifender" Zusammenschluss von Akteuren aus der Luisenstadt (Mitte) und der Luisenstadt (Kreuzberg). Der Bürgerverein Luisenstadt e.V. setzt sich als eigenständiger Akteur für soziale, bürgerschaftliche, historische und denkmalpflegerische Belange in der Quartiersentwicklung ein.

Ein weiterer wichtiger Baustein zur Beteiligung und Information im Sanierungsverfahren ist die Stadtteilzeitung "ecke köpenicker". Hier werden die wichtigsten Nachrichten aus den Gremien sowie aktuelle Berichte und spannende Artikel zum Gebiet redaktionell aufgearbeitet. Die Stadtteilzeitung "ecke köpenicker“ erscheint acht Mal im Jahr und kann im Downloadbereich herunterladen geladen werden.