Baerenzwinger
Fakten
Thema denkmalgerechte Sanierung und Umnutzung zum Standort für Zeitgenössische Kunst
Finanzierung Lebendige Zentren
Gesamtkosten ca. 2,0 Mio. €
Baukosten -
Zeitplanung Planung seit 2019 / Baubeginn ab 2022


Kunst- und Kulturstandort Bärenzwinger

Historie

Bis zum Herbst 2015, als die letzte Stadtbärin Schnute eingeschläfert wurde, beherbergte der Bärenzwinger fast achtzig Jahre lang lebende Berliner Wappentiere. Das erste Bärenpaar war ein Geschenk der Stadt Bern anlässlich der 700-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1937. Urs und Vreni zogen mit Lotte und Jule aus dem Berliner Zoo in den Bärenzwinger, der am 17. August 1939 feierlich eröffnet wurde. Seitdem lebten mehrere Generationen von Bären in dem Gehege. Das ursprünglich 1899 als Straßenreinigungsdepot vom Architekten Ludwig Hoffman erbaute Gebäude war 1938/39 zum Bärenzwinger umgebaut worden.

Während des II. Weltkrieges kamen alle Bären bis auf Lotte ums Leben und der Bärenzwinger selbst wurde verschüttet. Nach dem Krieg wurde das Areal vom Schutt befreit und am 29. November 1949 mit den Bären Nante und Jette wiedereröffnet. Nach dem Mauerfall brachten private Spendeninitiativen die Restaurierung des Bärenzwingers in Gang. Aufgrund von Zweifeln am Wohlergehen der Tiere regte sich zunehmend Widerstand gegen die Haltung von Bären im Zwinger. Nach dem Tod der letzten Stadtbärin hat der Bezirk Mitte beschlossen, keine Tiere mehr im Zwinger aufzunehmen.

 

Aktuell

 

Der Bärenzwinger im Köllnischen Park ist seit September 2017 als Kulturstandort für zeitgenössische Kunst geöffnet. Zur langfristigen Standortsicherung sind neben der Entwicklung eines Nutzungskonzeptes denkmalgerechte Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am Bestandsgebäude sowie an den Außenflächen erforderlich.
Für September 2020 ist die erste Bürgerinformationsveranstaltung zur Umgestaltung des Bärenzwingers geplant. Alle Interessenten und Interessentinnen sind herzlich eingeladen. Genauere Informationen werden zeitnah auf der Luisenstadt-Homepage und über den Newsletter bekanntgegeben.