Fakten
Thema Aufwertung des öffentlichen Raums / Platzgestaltung
Finanzierung Städtebaulicher Denkmalschutz
Gesamtkosten ca. 1 Mio €
Baukosten ca. 800.000 €
Zeitplanung Planung 2018 und 2019 / Baumaßnahme vorauss. 2024


Vorplatz Köpenicker Straße 101

Die Platzfläche vor der Köpenicker Straße 100-101 ist direkt am Kreuzungsbereich Heinrich-Heine-Straße/ Köpenicker Straße gelegen, welcher zusammen mit dem U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt in der Nördlichen Luisenstadt darstellt.

 

Aktuelle Situation

Der Platz ist derzeit mit Hochbeeten und Sträuchern gestaltet und wenigen, schadhaften Bänken ausgestattet. Eine Beleuchtung des Platzes fehlt ebenso wie Fahrradabstellanlagen am U-Bahneingang. Die Platzfläche und das Heinrich-Heine-Denkmal sind von der Köpenicker Straße und der Heinrich-Heine-Straße aufgrund der Bepflanzung kaum einsehbar. Die fehlende Einsehbarkeit der Platzfläche begünstigt den Drogenhandel, der auf dem Platz stattfindet. Die derzeitige Bepflanzung in Form von Hochbeeten und Sträuchern wird als Drogenversteck genutzt.

Insgesamt ist die derzeitige Gestaltung des Platzes ist wenig attraktiv und bietet keinerlei Aufenthaltsqualität. Mit seinem gegenwärtigen Erscheinungsbild wird der Vorplatz auch seiner stadträumlichen Bedeutung als Eingang ins Heinrich-Heine-Viertel nicht gerecht.

 

Konzeption und Gestaltung

Die vorhandenen gestalterischen und städtebaulichen Mängel sollen durch die geplante Erneuerung und Umgestaltung des Platzes beseitigt werden. Der Schwerpunkt des vom beauftragten Landschaftsarchitekturbüro Levin Monsigny entwicklelten Gestaltungskonzeptes liegt auf einer von Sichtbarrieren, störenden Einbauten und Aufwuchs befreiten, offenen Platzfläche, die robust und pflegeleicht ist. Der Vorplatz soll als attraktives Entrée in das stark durchgrünte Heinrich-Heine-Viertel dienen und als Treffpunkt für Anwohner und Passanten genutzt werden.

 

Unter Berücksichtigung von wichtigen Bewegungsrichtungen wird eine weite Platzfläche mit einem steinernen Belag aus Betonplatten geschaffen. Die Platten weisen verschiedene Formate und warme Farbnuancen auf. Der Platz wird mit ein- und mehrstämmigen, kleinblättrigen Solitär-Hochstämme in freier, unregelmäßiger Anordnung bepflanzt, die unterschiedliche Blüten und Herbstlaubfärbungen aufweisen. Die Bäume sind hoch aufgeastet und schaffen durch ihre Wuchshöhe und ihr lichtes Kronendach einen angenehmen Raum, freie Bewegungsmöglichkeiten sowie Sichtbezüge. Zudem sollen robuste, fest installierte Hockerbänke aus Edelstahl-Lochblech aufgestellt
werden. In regelmäßigem Abstand sind Mastleuchten platziert. Dadurch werden die Einsehbarkeit
und das Sicherheitsgefühl gestärkt. Fahrradbügel werden, gebündelt in drei Blöcken, am U-Bahneingang, am Ladeneingang sowie an der Bushaltestelle platziert.

 

Am 04. Juli 2018 fand eine öffentliche Anwohnerversammlung zur Vorplanung im Hotel Catalonia Berlin Mitte statt. Das Protokoll zur Veranstaltung kann hier eingesehen und heruntergeladen werden. Die Umsetzung der Vorplaztumgestaltung hängt derzeit von der Zeitplanung und der Durchführung der BVG Maßnahmen (Einbau Fahrstuhl und Erneuerung U-Bahneingänge) ab. Der Vorplatz wird währenddessen als Baustelleinrichtung dienen. Erst im Anschluss können die die baulichen Maßnahmen am Vorplatz Köpenicker Straße beginnen (voraussichtlich ab 2024).

 

Kosten und Finanzierung

Die Finanzierung zur Umgestaltung der Platzfläche erfolgt mit Fördermitteln aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz. Insgesamt sind Planungs- und Baukosten in Höhe von ca. 1 Mio. Euro veranschlagt.