Projekte

Ehemaliges Postfuhramtgelände

Auf dem ehemaligen Postfuhramtgelände zwischen Köpenicker Straße und Melchiorstraße entsteht ein neues lebendiges Quartier mit einer bunten Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Einzelhandel und Gastronomie.

Blick auf die Hallen
Eingang an der Melchiorstraße
Ehemalige Generatorenhalle

Die Projektentwicklung für das brach gefallene Areal des Postfuhramts in der Köpenicker Straße 131-132 ist das größte aktuelle Bauvorhaben im Fördergebiet. Der heutige Privateigentümer beabsichtigt die Entwicklung eines neuen Wohn- und Gewerbestandortes. Der Entwurf dazu stammt von dem Architekturbüro PATZSCHKE Planungsgesellschaft mbH, für die Außengestaltung hat das Landschaftsarchitekturbüro von Bargen ein Konzept entwickelt.

Die alten Remisen und Wagenhallen wurden bereits zwischen Herbst 2021 und Frühjahr 2022 abgerissen. Die Generatorenhalle wird saniert und aufgestockt. In ihr wird ein öffentlich zugänglicher Ausstellungsbereich eingebunden. Ebenso wird das Pförtnerhaus saniert und das Brückenhaus wiederaufgebaut. So wird weiterhin an die Historie des Geländes erinnert.

Insgesamt sind 195 Wohnungen vorgesehen, vier davon als betreutes Wohnen durch einen entsprechenden Träger. Die Wohnungen verteilen sich auf sechs Neubauten. Darüber hinaus wird das neue Quartier durchmischt mit vielen weiteren Nutzungen sein: Büros, Einzelhandel, gastronomische Einrichtungen, Ausstellungsflächen, eine Kita für 45 Kinder und eine Tiefgarage mit 81 Stellplätzen. Eine öffentliche Durchwegung macht das Gelände für Besucher:innen zwischen 6 Uhr und 22 Uhr erlebbar.

Das im Blockinnenbereich gelegene Postfuhramt diente rund 100 Jahre als Standort der staatlichen Post. Auf dem rund 14.000 m² großen Gelände wurden einst Postwagen abgestellt und gewartet sowie anfangs auch 650 Pferde und 400 Postillione untergebracht. Mit der Motorisierung kamen bereits in den 1920er Jahren rund 200 elektrische Postfahrzeuge auf den Hof. Aus dieser Zeit stammten auch die Remisen, Fahrzeughallen und das Generatorenhaus. Nach Aufgabe des Postbetriebs in den 1990er Jahren stand das Gelände weitgehend leer.